Mittwoch, 22 Juni 2016 09:46

Die Rettung des Bahnwerkes ist gelungen

geschrieben von Frank Banaskiewicz
Das der Betreiberwechsel und damit der Fortbestand des Bahnwerkes in Eberswalde stattfindet, hat den vollen Einsatz der Belegschaft, Gewerkschaften und der Politik in Bund, Land, Kreis und Stadt gefordert. Wir möchten hiermit allen Beteiligten unseren herzlichen Dank ausdrücken. Der Bahnvorstand hat zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Schließung des Bahnwerkes nicht so problemlos wie gedacht von statten geht. Trotz aller Freude ist jedoch der Betreiberwechsel auch mit einem weinenden Auge zu sehen. Es werden zwar 210 Arbeitsplätze erhalten, es gehen jedoch fast 200 Arbeitsplätze der Region verloren. Für alle Beschäftigten des Bahnwerkes bedeutet es sich neu zu orientieren, denn ein Arbeitgeberwechsel bringt auch einen Wechsel der Arbeits- und Tarifbedingungen.
 
Unsere Fraktion hätte niemals vermutet, dass sich ein Unternehmen, welches zu 100 % dem Bund gehört, an der Deindustrialisierung des Ostens so engagiert beteiligt. Der Urfehler liegt in der Privatisierung der Bahn mit dem Versuch das Unternehmen an die Börse zu bringen. Die Folge waren kurzfristige Bilanzgewinne durch Verschrottung und Verkauf von Güterwaggons und Stilllegung von Strecken. So wurde der Versuch, Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlegen schon im Keim erstickt, da jetzt keine Kapazitäten zum Transport vorhanden sind. Vor kurzem wurde mitgeteilt, dass etliche Güterbahnhöfe geschlossen werden. Statt sich auf seine Aufgaben als Unternehmen der Schiene zu konzentrieren, macht man sich selbst Konkurrenz mit einer Logistiktochter und mit Fernbussen.
Ein Überdenken dieser Politik ist längst überfällig.
Gelesen 602 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 13 Juli 2016 12:35
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