Montag, 15 Juli 2013 02:00

Einwohnerschwund in Eberswalde

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Über Nacht hat Eberswalde ca. 1.300 Einwohner verloren, wenn man dem Ergebnis der letzten Volkszählung glauben will. Das könnte der Stadt ernste finanzielle Einbußen bescheren, z. B. bei den Schlüsselzuweisungen, dem Gemeindeanteil an der Einkommen- und Umsatzsteuer. Es stellt sich nun die Frage, woher die Differenz zwischen Melderegister und Statistik entstanden ist. Die Verwaltung erklärt, es kommen keine Postmitteilungen der Verwaltung, etwa Wahlmitteilungen, Bescheide, Lohnsteuerkarten in Größenordnungen zurück. Das Amt für Statistik hat seine Werte aufgrund von Stichproben gewonnen. Daher sind bei allen zur Verfügung stehenden Rechenverfahren hier Fehlerquellen und Abweichungen anzunehmen. Der Widerspruch der Stadt  Eberswalde gegen das Ergebnis des Zensus ist also nachvollziehbar und richtig. Es bleibt aber trotzdem nur die Hoffnung, dass das Ergebnis berichtigt wird, denn Erfahrungen anderer Gemeinden mit den Statistikämtern der Länder zeigen, dass die Statistikämter nur selten ihre Ergebnisse an die Realität anpassen.

 

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