Mittwoch, 20 November 2013 14:13

Schulsozialarbeit in Trägerschaft der Stadt?

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Sozialarbeit an Schulen ist ein wichter Bestandteil der Betreuung unserer Kinder und Jugendlichen. Wenn Bedarf an dieser Hilfeleistung vorhanden ist, dann ist der für Jugendhilfe zuständige Träger, nämlich der Landkreis zuständig diesen Bedarf zu decken. Ein "Einspringen" der Stadt Eberswalde hätte hierbei gravierende Folgen. Wie in jeder Darstellung der Kämmerei zu entnehmen, wird die finanzielle Ausstattung der Stadt Eberswalde wesentlich schlechter. Daher wurde jede Aufgabe der Stadt einer Prüfung unterzogen, ob sie weiterhin von der Stadt erbracht werden kann und sollte. Im Ergebnis wurde die Aussenstellen des Bürgeramtes geschlossen, Ämter verkleinert und weiteres mehr. Die Übernahme der Jugendhilfe in Höhe von etwa 150.000,00 € jährlich würde die pflichtige Aufgabe des Landkreises zu einer freiwilligen Aufgabe der Stadt Eberswalde machen. Eine Aufgabe die in jedem Haushaltssicherungskonzept auf der Liste der Konsolidierungsmöglichkeiten stehen würde und damit der geforderten Kontinuität entgegen wirkt. Weiterhin erhält die Stadt nach zähem Ringen die Zooförderung, da der Nachweis erbracht wurde, dass die Stadt allein den Zoo nicht dauerhaft bewältigen kann. Käme man beim Landkreis nicht auf den Gedanken, die Förderung zu reduzieren oder gar ganz zu streichen, wenn die Stadt den Anschein erweckt, sie kommt auch mit weiteren freiwilligen Aufgaben zurecht? Die bessere Alternative wäre, dass die Jugendhilfe derjenige finanziert, der auch die Verpflichtung dazu hat. Jeder hat die Möglichkeit über die Abgeordneten des Kreistages auf den Misstand in der Schulsozialarbeit in Eberswalde hinzuweisen und auf Besserung zu drängen. Denn dann bleibt alles dort, wo es hingehört.

Gelesen 1820 mal Letzte Änderung am Montag, 20 Januar 2014 17:02
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