Dienstag, 08 Mai 2007 02:00

Die zweifelhafte Ästhetik von Müll im Park am Weidendamm

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Manchmal möchte man gerne die Welt durch Kinderaugen sehen, um sie noch einmal so einfach wahrnehmen zu können, wie sie ist.
Neulich bin ich mit meinem Sohn (2 Jahre alt) durch unseren Park am Weidendamm spaziert, um den ersten warmen Tag des Jahres zu genießen. Jedoch war er nicht wirklich angetan von diesem Kleinod. Er sagte “Papa alles Ih” und ich sah mich genauer um und dann nahm auch ich war, was er meinte.
Im Teich schwammen mehr leere Flaschen als Enten, die Sitzbänke, Skulpturen und Bauten auf dem Spielplatz sind eher weniger als mehr kunstvoll beschmiert. Scherben über Scherben wohin das Auge reicht. Und zwischen dem überall herumliegenden Müll, junge Leute beim Picknicken.
Und ich fragte mich, finden wir das wirklich toll. Ist unsere Wahrnehmung schon so getrübt, dass wir den ganzen Dreck und Müll um uns herum einfach nicht mehr wahrnehmen? Fühlen wir uns vielleicht als ‚großstädtiger‘ und ‚hipper‘ in dieser Umgebung?
Wenn ja, hab ich eine tolle Idee für die Nachnutzung des Deponiegeländes in Ostende. Wenn nein, sollten wir, die Eberswalder Bürger, dringend unseren Blick für solche Dinge schärfen und uns vorbildlicher verhalten.

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