Samstag, 05 März 2005 01:00

Stadtentwicklung nach Zufallsprinzip

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Es scheint der Stadtverwaltung Eberswalde an eindeutigen Weisungen zur Stadtentwicklung zu fehlen. So fehlen entweder eindeutige und sinnvolle Richtlinien oder es wird sich nicht konsequent an diese gehalten. Es ist Aufgabe der Stadtverordnetenversammlung (StVV) die Durchsetzung beschlossener Prioritäten sicherzustellen.

In diversen Veröffentlichungen verschiedener Fraktionen der Stadtverordnentenversammlung (StVV) ist zu lesen, dass die Eberswalder Innenstadt zu einem Oberzentrum entwickelt werden soll. Doch diesem erklärten Ziel wird immer wieder mittels undurchdachten Aktionen entgegengewirkt. Jüngstes Beispiel hierfür ist die Verlegung des Weihnachtsmarktes in den Familiengarten. Ohne Rücksicht auf die Folgen des innerstädtischen Einzelhandels wurden hier aus Fahrlässigkeit Arbeitsplätze gefährdet. In Zeiten schlechter Konjunktur sind solche Fehler doppelt gefährlich.

In Eberswalde ist man gar dazu fähig die Wiederholung dieses Fehlers für das nächste Jahr freudig anzukündigen. Wenn diese Politik des Stückwerkens nicht beendet wird, ist weder wirtschaftliches Wachstum noch eine Ansiedlung von weiteren Investoren und somit von neuen Arbeitsplätzen zu erwarten. Hier wird auch die so wichtige Stärkung der regionalen Kaufkraft ausbleiben. Auch die örtlichen Einzelhändler sollten mit Geschlossenheit und Eigeninitiative die Entwicklung der Innenstadt zum Einkaufszentrum der Region fördern. Das Thema einheitliche und kundenfreundliche Öffnungszeiten ist das dringlichste Problem das hier gelöst werden muss. So fordern wir, die BFB, zum Wohl der Stadt Eberswalde:

- den Verbleib aller Festivitäten (z.B. Weihnachtsmarkt, Finowkanalfest) in der Innenstadt
- Messen, Konzerte in den Familien-garten
- Klare, lineare und richtungweisende Politik und deren konsequente Umsetzung
- Mehr Eigenverantwortung und Solidarität des innerstädtischen Einzelhandels

Es gibt genug Hürden die Eberswalde in so schwerer Zeit zu überwinden hat um als Standort attraktiver zu werden. Also dürfen wir nicht noch Kraft verschwenden indem wir uneindeutig, inkonsequent und orientierungslos dahindümpeln.

Gelesen 1196 mal Letzte Änderung am Dienstag, 16 Mai 2017 16:23
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