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Dienstag, 23 Oktober 2018 15:07

Rad und Kfz sind vereinbar

geschrieben von Götz Herrmann

Im vergangenen Monat beschäftigten wir uns u.a. mit der Beschlussvorlage zur Errichtung eines Fahrradparkhauses am Bahnhof. Unsere Fraktion begrüßt Verbesserungen für den Fahrradverkehr und so auch dieses Vorhaben. Gleichzeitig sind
wir der Meinung, dass weiterhin die Belange aller Verkehrsteilnehmer ernst genommen werden müssen. In fraktionsinternen Gesprächen wurde diskutiert, inwieweit Politik und Verwaltung den verkehrspolitischen Fokus zu sehr auf ein fahrradfreundliches Eberswalde setzen und dem Kfz-Verkehr zu wenig Beachtung schenken. Der Ausbau der Fahrradverkehrsinfrastruktur ist wichtiger Bestandteil eines modernen, umweltberücksichtigenden Stadtverkehrskonzeptes. Jedoch stellt das Fahrrad nicht für alle und nicht zu jeder Jahreszeit eine Alternative für die Kfz-Nutzung dar (z.B. für ältere/bewegungseingeschränkte Bürger*innen, Pendler, Handwerker, Großlieferanten). So muss neben den Bemühungen für eine fahrradfreundlichere Stadt auch der Straßenverkehr stetig politisch Berücksichtigung finden. Der Kfz- Verkehr wurde laut Aussage vieler Bürger*innen in den letzten Jahren stetig zähflüssiger und durch das „Stop & Go“ steigen die Emissionen und Feinstaubwerte. Neben der Evaluierung, welche baulichen Anpassungen zu einer Entspannung führen können, sind mindestens Maßnahmen für eine ökologische & energetische Optimierung des Straßenverkehrs absolut notwendig. Hier ansetzend unterstützen wir geplante Projekte wie „Grüne Welle“ und „Abschaltung von Ampeln bei Nacht“. Unsere Fraktion wird sich auch künftig für gute und gleichberechtigte Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer einsetzen. Eine fahrradfreundliche und den notwendigen Kfz-Verkehr unterstützende Politik: Wir sind der Meinung, dass man das eine tun kann ohne das andere zu vernachlässigen.

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