Montag, 20 August 2018 15:01

Politikverdrossenheit malt Zebrastreifen

geschrieben von Götz Herrmann

In den letzten Wochen war der von Bürger*innen selbst aufgemalte Zebrastreifen in der Friedrich-Ebert-Straße Gesprächsthema Nummer eins, so natürlich auch in unserer Fraktion. Denn es wurde auch schnell mit der allgemeinen  Politikverdrossenheit in Zusammenhang gebracht. In unserer ersten Reaktion fanden wir diese Aktion auch ganz spannend, denn es ist immer gut, wenn sich Bürger engagieren oder äußern. Leider gibt es aber auch dafür Grenzen. Neben dem gefährlichen Eingriff in den
Straßenverkehr ist es letztlich ganz simpler Vandalismus. Wir finden diese Diskussion dennoch sehr spannend und werden uns auch für einen Fußgängerüberweg stark machen. Dennoch kann sich Politik und Stadtverwaltung durch solche Aktionen
nicht erpressbar machen lassen. Dann würden solche zuerst sympathisch wirkenden Guerilla-Aktionen Schule machen und dann würden einzelne Bürger*innenwünsche im Stadtbild einfach wild umgesetzt, ohne zu wissen, welche Gesetze dabei verletzt
werden. Ein Sprayer findet eine weiße Wand in der Stadt ja auch verbesserungswürdig, wird dafür aber auch haftbar gemacht. Wir als Fraktion machen uns natürlich auch unsere Gedanken, denn anscheinend sind die bisherigen und oft konservativen
Kanäle nicht mehr zeitgemäß, um Bürger*innen zu motivieren,Verbesserungen in unserer Stadt zu erwirken. Immer wieder hört man, dass die Barrieren einfach zu hoch sind und alles sehr lange dauert und viele Ideen immer wieder zerredet werden.
Wir glauben, dass eher die zähen Prozesse in Politik und Verwaltung zu einer Politikverdrossenheit führen. Daran müssen wir dringend arbeiten und solche Prozesse entschlacken, sonst werden wir künftig noch öfter mit solchen Überraschungen im
Stadtbild aufwachen!

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